1984 - 2014 30 Jahre IMO

Die BA-HU Band!


Seit den Fünfzigern ist der Fasching der Bauhochschule (heute HTWK), der BA-HU  Fasching, nicht mehr aus dem Studentenleben der Stadt Leipzig wegzudenken.

1a1.jpg
In all den Jahren haben Stimmung und gute Laune, ein handfestes Büttprogramm und viel selbst gemachte Musik den BA-HU Mythos hervorgebracht, mit dem sich jedes Jahr zwischen Januar und März ganz Leipzig infiziert.
 Mit Karneval und Polonaise, Lustigsein und Schunkelei hat BA-HU Fasching jedoch nichts gemein. Spektakuläres ausgelassene Partystimmung und ein ordentliches „Haueins rein” gegen Medi, Phyma, Chemie und TV passen eher zur gepflegten Charakterrolle der BA-HU.
1a2.jpg
Großartige Büttprogramme, Tanzgruppen, Live-Musik u.v.a. bestimmten die drei (einmal sogar 4) tollen Faschingstage.


1b1.jpg1b2.jpg

Die erste BA-HU Band waren von 1978 bis 1985 die Kekse. Viele ihrer Lieder wie „Die Story vom heißen Rudolf” oder „Go Go Boy” oder "Ode an Lützschena" zählen schlichtweg zu den Klassikern. Vielen sind die Kekse noch wegen ihrer skurrilen Verkleidungen und exzentrischen Text- und Ge-sangseinlagen bekannt, vor allem aber auch durch die markanten Saxophon-Soli, die stets für helle Begeisterung sorgten.

 

In der Faschingssaison 1984/85 wurde dem Altbewährtem ein neuer Aspekt hinzugefügt.
Aus BA-HU Elferratsmitgliedern, Freunden und studierenden Amateurmusikern wurde eine Band zur musikalischen Unterstützung des Büttprogramms gegründet : die BA-HU-Bande, die dann in IMO umbenannt wurde.
Premiere war am 11.11.1984 mit dem „Mensa-Lied“.

 

2a1.jpg2a2.jpg

Die Texte kamen meist vom Elferrat. Die rockigen und teils popigen Kompositionen wurden ausnahmslos und gnadenlos „geklaut“.

 

In den 80ern und 90ern war sie musikalisch und technisch perfekt und bei der „IMO-Aktion” immer Garant für volle Säle und Top Stimmung.

Aber auch Schlager, Sauf- und Volkslieder und sogar klassische Stücke fanden mit neuen, zumeist schrägen Texten und etwas musikalisch abgewandelt Eingang in die BA-HUthek.
Viele Songs der IMO wurden noch bekannter als ihr Original.
Ein erster Höhepunkt war im Dezember 1984 : Mitternachts-Session im Kino Capitol Leipzig mit IMO, Karussell und anderen DDR-Bands und gemeinsamer Abschluss-Session.

 

Zum Start der IMO 1984 gab der VEB IndustrieMontagen Ost Leipzig (I.M.O.) etwas Geld zur eigenen Anlage, stellte einen Proberaum zur Verfügung und wieder "klaute" die Band : den Namen IMO.


Von Anfang an war aber klar, IMO steht als Pseudonym für das Gebot der Stunde :

 „Immer mit Optimismus”


2b1.jpg2b2.jpg

"Der Rektor der BA-HU", als Fimmusik für den BA-HU Faschingsfilm 1987 "Rektor ratlos" geschaffen, machte der altbewährten Faschingshymne Konkurenz und wurde ein echter IMO + BA-HU Superhit, der seit fast 20 Jahren begeistert gesungen wird. Mit „Fieber”, einem ihrer Glanzstücke, traf die IMO Ende der 80er Jahre am besten den Nerv der Zeit. Zusammen mit dem BA-HU Elferrat sorgten sie für frischen Wind gegen den aufkommenden Trend der Langeweile und Gleichmacherei unter den Leipziger Studentenfaschings.

 


3a1.jpg3a2.jpg

Der Höhepunkt der IMO schlechthin war im Mai 1990.
IMO spielte als Vorgruppe für Karussell und für ersten Auftritt der legendären Renft in der DDR nach dem Verbot 1975 in Leipzig im TH-Klub F37 mit  einer großen Abschluss-Session aller Musiker. Danach kam die ultimative „Musikernacht“ aller 3 Bands + Fans im Klub F11. Für diesen Auftritt wurden sogar „Altgediente“ der IMO (Willi & Udo) „reaktiviert“.
 Neben den Keksen und der IMO traten über die Jahre immer wieder Mitglieder des Elferrates als Solisten und marodierende Boy-Groups sehr erfolgreich im Rampenlicht auf, allen voran in den 80ern Die Toten Hosen mit ihrem „Altbierlied”. Es ist bis heute erstaunlich, wie sich einige Herren, die sich Jahre zuvor mit Brummlauten durchs Musikabitur lavierten, auf der BA-HU Bühne zum „Gesangsstar” entwickelten.

Dem Fan und Sammler stehen heute unzählige Meter ORWO-Tonbandmaterial und andere Tonträger von Live-Mitschnitten, von teils bemerkenswerter und teils grauenhafter (Ton)Qualität, für die Recherchen zur Verfügung.
3b1.jpg
 Erste semi-professionelle Einspielungen von IMO Songs fanden im Dezember 1987 im Klub F11 mit Unterstützung der Gruppe Morgentau.
Richtig professionell wurde es im gleichen Monat in der Tonstudiogarage der ehemaligen Gruppe Karussell in Naunhof bei Leipzig statt.
Die dort eingespielten Lieder „Rektor der BA-HU”, „Heiße Nächte an der BA-HU”, „Reichsbahn-Nacht-Express” und das 15 Jahre Klublied „Klub der BA-HU“ liefen fortan auf jeder Party.
1997 nahm die IMO in Eigenregie eine erfolgreiche CD mit 10 "alten" und neuen Liedern (u.a. "Bauhochschule", "Mein Freund", "Zehn Semester", "Geh zur IMO rein", BA-HU bei Nacht", "Fieber") auf. Der letzte Titel auf dieser Scheibe „BA-HU unsere Seele” spricht dabei aus, was alle BA-HU und IMO Fans verbindet.

4a1.jpg4a2.jpg

Im Jubiläumsjahr 2004 wurde eine ganz besondere CD aufgelegt „Die BA-HU lebt“. Auf ihr wurden Songs aus den 80ern (u.a. „Klublied“, „Rektor der BA-HU“, "Heißer Rudolf“, "BA-HU Banden Song", „Heiße Nächte an der BA-HU“), und neue Songs (u.a. „Blue BA-HU“, "Student sein", "Endlich Fasching", „Die BA-HU lebt“) gemischt.

3b2.jpg
 Die IMO gibt es nur einmal im Jahr ... im Januar ... seit 1985 beim studentischen Fasching der Ba-Hu und seit 2006 beim BA - HU Fasching 30 PLUS
oder eben auf ihren eigenen Parties.
4b1.jpg

Diese Band ist also im wahrsten Sinne des Wortes einmalig ...

Zum 50.Geburtstags des BA-HU Faschings trat die IMO in einer gemischten Besetzung (80er, 90er, aktuell) auf und schaffte es, die Top-Stimmung der 80er und 90er Jahre in das Jahr 2004 zu bringen, den Fans das Gefühl zu geben, auf einer Veranstaltung aus ihrer aktiven Zeit zu sein. Ohne Zeitmaschine wurde die selbige einfach um 5, um 10, um 15 um 20 Jahre zurückgedreht. Und die Kekse, die sich zu diesem Jubiläum ebenfalls nach x Jahren wieder einmalig zusammen gefunden hatten, drehten das Zeitrad noch weiter zurück.
Im November 2004 feierte die Band ihren 20.Geburtstag. IMO, das sind heute (leider) keine Studenten mehr, aber alle Musiker haben an der BA-HU studiert. 

5a1.jpg5a2.jpg

Die IMO, die BA-HU und ihre Musik haben sich im Lauf der Jahre immer wieder verändert, aber dem BA-HU Motto :

„Qualität aus Tradition”
 
sind sie dabei stets treu geblieben.


 

5b1.jpg5b2.jpg
In ständig wechselnder Besetzung spielte sich die IMO von Saison zu Saison in die Herzen der Baustudenten und ihrer Fans. 
4b2.jpg
Dömes, Wiese, Tom, Roni, Willi, Nee-Na, Czock, Tommy Stolp, Klaus, Udo, Schuwi, Moppe, Kathrin (“Äffchen”), Johann, Dirk, Pavel, Roland, Hannes, Holger, Matthi, Ron, Uwe und und und ... sangen und spielten in über 20 Jahren IMO Gitarre, Bassgitarre, Schlagzeug, Saxophon, Keybord, Orgel, Klarinette, Percussion und und und ...
„Gastsänger“ der IMO waren in über 20 Jahren u.a. Nase, Till, Peter, Knecht, Markus, Ron, Timo, Leo, Just, Haltloser, Häger und und und ...
 Auf alle Namen sei verzichtet. Das große IMO und BA-HU Publikum als treue Fangemeinde hat es jedem einzelnen auf und hinter der Bühne stets gedankt. Ein IMO denkt da besonders gern und auch sehnsüchtig an die flotten Go-Go-Girls zurück, die er bei der Aktion jedoch meistens "nur" von hinten sah ...

Oft war auch Herz und Liebe mit im Spiel. Von anderen „Institutionen” wurde und wird das BA-HU und IMO Erfolgsrezept gern kopiert aber nie erreicht.
Es bleibt darauf wie immer zu singen : 

„Das gibts nur in Leipzig und nur bei der IMO ... “

 
(frei nach "...das gibts nur in Leipzig und nur an der BA-HU...")


   
6a1.jpg6a2.jpg
6b1.jpg6b2.jpg
   

 



Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!